Logo

Hier findet Ihr Tipps. Diese ersetzen selbstverständlich keine Ausbildung/Training. Dies solltet ihr bitte beachten. Viele Girls vergessen dies gerne. Modeln ist ein Beruf und sollte auch deshalb mit Ernsthaftigkeit und Bedacht angegangen werden.

1. Allgemeines

Ein Model lebt vom äußeren Erscheinungsbild. Dazu gehört, wie Ihr aussieht, wie Ihr angezogen seid, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten Ihr mitbringt und wie Ihr Euch verhaltet.

Im Einzelnen kann man da folgende Aspekte beispielhaft aufzählen: eine gute,  interessante und unverwechselbare Erscheinung sowie sympathische Ausstrahlung, ein sicheres Agieren vor der Kamera bzw. auf dem Laufsteg, gute Figur (nicht abgemagert), Freundlichkeit und u.a. Zuverlässigkeit.

Modelerfahrungen bei vielen Fotografen sammeln ist etwas, was überall zu lesen ist. Dies kann ich nicht bedingungslos unterschreiben. Oder würdet Ihr jemand der eine Sportart lernen will, empfehlen, er soll bei irgendjemand sich das Know-How holen? Aus dem Sport-Bereich weiß man, dass, wer falsch lernt, später länger braucht, um die konditionierten Fehler wieder loszuwerden. Wer also mit Hobbyfotografen arbeitet, die alles bejubeln oder nur dann kritisch reagieren, wenn sie nur mit irgendetwas nicht einverstanden sind, hält viele Dinge für toll, die aber bei Profis als absolut unhaltbar gelten. Das Model denkt sich, wenn die alle (Hobbyfotografen, bei denen es war) damit einverstanden waren, wird es schon stimmen und wundert sich, dass kein Profi mit ihr zweimal arbeiten will bzw. es keine Castings besteht. Also, Erfahrungen sammeln, aber bitte nicht bei jedem Möchte-Gern-Fotografen!

 

2. Professionelles Posing

Professionelle Models können auch ohne genaue Posing-Anweisungen des Fotografen eigenständig vor der Kamera agieren. Vorher wird das Thema des Shootings besprochen und das Model kann dann die jeweiligen Posen dazu selber liefern. Der Fotograf gibt dabei beim Shooting nur noch kleinere Anweisungen und Korrekturen. Profi-Fotografen fangen aber ungern während eines Pay-Shoots damit an Modele zu unterrichten.

Daher ist es für Euren Erfolg wichtig, dass Ihr ein Grundrepertoire an Posen beherrscht und vor allem eigenständig und natürlich vor der Kamera agieren könnt.

Aber auch im Vorfeld von Shootings ist eine gründliche Vorbereitung wichtig: Übungen vor einem großen Spiegel sind sehr hilfreich. Schnappt Euch Modezeitungen oder auch Werbungen und versucht diese nachzumachen. Diese sollten aber nur als Übungen verstanden werden und ersetzen eigenständige Bewegungsabläufe, die Auftragsabhängig anzuwenden sind, nicht.

 

3. Thema Mindestmaße und Figur

Das hängt von der Tätigkeit ab. Für Laufstegmodels gibt es Einschränkungen, die allerdings je nach Agentur unterschiedlich gehandhabt werden. Unter 172 cm Größe wird es bei Frauen schwierig auch wenn nicht unmöglich (beim Männern 182 cm), am besten sind 175 cm bis 180 cm. Eine Konfektionsgröße von 36 ist empfehlenswert.

Der Grund für diese Einschränkungen liegt an den Größen der Musterkollektionen.

Ansonsten werden Modele aller Altersgruppen, Gewichtsklassen und allen Bemaßungen gebraucht und verwendet. Schaut Euch die Werbung an. Nicht alle sind groß, jung und schlank.

Viele Fotoshootings finden in Unterwäsche oder Bademoden statt. Ein sportlich durchtrainierter Körper sowie eine allgemeine Fitness sind daher für Models sehr wichtig. Körpermaße sind außerdem absolut von den Gesamtproportionen abhängig. Die klassischen „ideal Maße 90-60-90“ stehen einem Model mit 150 cm oder 190 cm nicht gut, aber bei 170 cm z.B. sieht es schon viel besser aus. Insbesondere bei Männern sollten die Muskeln deutlich ausgebildet sein, ohne aber übertrieben zu wirken. Ein definierter Waschbrettbauch kommt immer gut an. Bei Männern spielt weiterhin ein fester Blick immer eine entscheidende Rolle.

Der Trend halb verhungerte Modele zu nehmen, ist so gut wie vorbei. Wer gesund und munter aussieht, hat die besten Chancen.

 

4.Thema Alter

Grundsätzlich gibt es aber keinerlei Beschränkungen, was das Alter fürs Modeln anbetrifft, weder nach unten noch nach oben. Models werden für alle Altergruppen gesucht und benötigt.

Man kann also schon sehr früh mit dem Modeln anfangen, wobei selbstverständlich die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten erforderlich ist, wenn man noch nicht volljährig ist. Außerdem sind bei der Arbeit die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten.

Aber auch jenseits von 30 Jahren muss mit der Karriere noch lange nicht Schluss sein. Es werden immer mehr Fotomodels in den besten Jahren, die sogenannten Best Agers, gesucht. Häufig sind das natürlich Personen, die bereits lange Jahre als Model arbeiten und die Erfahrung mitbringen. Aber auch ein Einstieg in das Modelbusiness mit 40, 50 oder 60 Jahren ist durchaus möglich.

Wer ganz klassisch die Modelkarriere angehen will, fängt möglichst früh zwischen 14 und 18 an. Über 20 Jährige, die erst nach ein paar Jahren genug Erfahrung, Bilder etc. haben, sind dann in den meisten Fällen für die Topp-Agenturen zu alt. Denn die guten Agenturen investieren einerseits auch Geld in Euch und anderseits sind die Auftraggeber (z.B. Modellabels) daran interessiert einige Jahre lang eventuell mit dem gleichen Gesicht zu arbeiten. Da sollte man nicht schnell aus all diesen Kriterien-Maschen herausfallen.

 

5.Woran erkenn man eine seriöse Modelagentur?

Es gibt leider unzählige unseriöse Modelagenturen. Diese leben davon, Newcomern falsche Versprechungen zu machen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Andere begnügen sich nicht mit dem Geld und haben noch Schlimmeres im Sinn.

Misstrauisch solltet Ihr werden, wenn Euch Traumkarrieren versprochen werden und hohe Tagesgagen garantiert werden.

Ebenso ein schlechtes Zeichen ist, wenn man Geld von Euch will. Geld solltet Ihr nur dann bezahlen, wenn Ihr einen echten Gegenwert dafür bekommt, z.B. eine Ausbildung/Training oder ein professionelles Sedcard-Shooting, sofern Ihr die Ergebnisse des Shootings auch außerhalb der Agentur verwenden könnt. Lasst Euch nicht von Versprechungen auf sichere Buchungen blenden, die Du aber angeblich nur bekommst, wenn Du überteuerte Modelkurse buchst.

Keinesfalls solltest Du Geld für die Aufnahme in die Kartei der Agentur bezahlen. Eine seriöse Agentur verdient ihr Geld mit der Vermittlung von Aufträgen, nicht mit Gebühren für die Aufnahme in ihre Kartei.

 

6. Literatur Empfehlungen

All about Make-up

Gebundene Ausgabe: 159 Seiten ; ISBN-13: 978-3884725627

Make Up: Die neue Schule von Horst Kirchberger

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten; ISBN-13: 978-3426667934

Schön mit Boris Entrup: Beauty-Tipps vom Starvisagisten

Broschiert: 136 Seiten; ISBN-13: 978-3936994780